Konzept

„Es ist normal, verschieden zu sein.“

Dieser Satz unseres ehemaligen Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker ist der Leitgedanke unserer Bildungs- und
Erziehungsarbeit im Kindergarten.

Basis unserer Arbeit ist das BayKiBiG (Bayerisches Kinderbildungs- und Betreuungsgesetz) und der dazugehörige Bildungs- und
Erziehungsplan.

Aus dem Bildungs- und Erziehungsplan hier die zentralen Bildungsbereiche. Anhand der folgenden Beispiele wollen wir aufzeigen,
wie diese in unserem Kindergarten umgesetzt werden:

  • Sprachliche Förderung:
    Wecken der Sprechfreude; Bilderbücher; Wortschatz erweitern
  • Mathematischen Bildung:
    Geometrische Erfahrung durch Puzzles, Bauklötze; Zahlen, Zählen , Fingerspiele, Dinge teilen, Vergleichen, ordnen von
    Materialien,
    Messen, Wiegen
  • Naturwissenschaftliche und technische Bildung:
    Erste Erfahrungen im Bereich der Biologie, Technik, Chemie, durch kindgerechte Experimente
  • Musikalische Bildung und Erziehung:
    Lieder; musizieren mit dem Orff’schen Instrumentarium
  • Bewegungserziehung und Förderung:
    Turnen; Entwicklung eines gesunden Körpergefühls; Bewegung im Freien; Exkursionen
  • Medienbildung und –erziehung:
    Unterscheidung von Realität und Virtualität; kindgerechter Umgang mit Medien

Integration von Kindern mit besonderem Betreuungsbedarf:
Der Begriff „Integration“ bezieht sich auf die gemeinsame Erziehung und Bildung von behinderten und nicht behinderten Kindern.
Integration hat zum Ziel, der Ausgliederung und Isolierung von Kindern mit einer Behinderung entgegenzuwirken. So können behinderte
Kinder mit den anderen Kindern aus ihrer Straße den Kindergarten besuchen. Soziale Kontakte bleiben so erhalten bzw. neue werden
geknüpft. Für behinderte Kinder bietet die gemischte Gruppe einen größeren Anreiz zu Aktivität und Kommunikation, als eine Gruppe, die
nur aus Kindern mit Behinderung besteht. Nichtbehinderte lernen in ihrem Sozialverhalten, andere Menschen in ihrer Verschiedenheit
und ihren Bedürfnissen anzunehmen. (Vorurteile abbauen; natürlicher Umgang mit Behinderten; Abbau von Ängsten und Verhaltens-
unsicherheiten)

Erziehungspartnerschaft mit den Eltern:
Um die von uns gesteckten Ziele verwirklichen zu können, ist die Zusammenarbeit mit den Eltern unerlässlich.
Wir brauchen das Interesse der Eltern am Kindergarten. Wir sind keine Bewahranstalt.

Gespräche zwischen Eltern und Erziehern helfen, das Kind besser zu verstehen.
Eine Einladung zum Gespräch seitens der Erzieherin bedeutet nichts „Schlimmes“, es soll ein Austausch über den Entwicklungsstand
ihres Kindes sein. Unter Umständen geben wir Empfehlungen, damit sich ihr Kind bestmöglich entwickelt.
Eltern mit „Gesprächsbedarf“ sind uns immer willkommen. Um ein sinnvolles Gespräch führen zu können, sind jedoch
Terminvereinbarungen nötig.

Wir wünschen uns, dass die Eltern sich nicht nur am ersten Tag Zeit nehmen. Am Anfang ist es wichtig, sich auf die Bedürfnisse des
Kindes einzustellen und evtl. auch längere Zeit gemeinsam mit dem Kind im Kindergarten zu bleiben. Aber Eltern sind uns auch während
des Jahres in der Gruppe herzlich willkommen.

Kennen lernen sollen sich die Eltern bei Elternabenden. Der erste Elternabend, ein Gruppenelternabend, findet im Regelfall Anfang
Oktober statt.

Eltern tragen Mitverantwortung durch Elternvertreter im Kindergartenbeirat. Er wird jedes Jahr im Herbst neu gewählt und hat beratende
Funktion. Wie der Name sagt: Bei - Rat.
Der Elternbeirat organisiert und hilft bei vielen Aktivitäten: z.B. St. Martin; Kindertrödel; Gästetag; Sommerfest; Betreuung der Internetseite;
Berichte für den „Holzwinkel“; Pflege der Außenspielgeräte und des Sandkastens. Es sind aber nicht nur Elternbeiräte zur Mithilfe bei
Aktionen gefragt, alle Eltern dürfen und sollen mitmachen.

Zusammenarbeit mit der Schule
Um den Kindern einen problemlosen Übergang in die Schule zu ermöglichen, findet ein ganzjähriger regelmäßiger Austausch mit der
Grundschule statt. Die Schulkinder und Kindergartenkinder besuchen sich gegenseitig. Lehrer und Erzieher treffen sich zu regelmäßigen
Gesprächen und Hospitationen. Dieser Austausch zwischen Grundschule und Kindergarten ist im BayKiBiG so vorgeschrieben.

Wie sieht unser Tagesablauf - unser Alltag im Kindergarten aus?
Es ist nicht jeder Tag gleich.
Die pädagogische Arbeit richtet sich nach den Bedürfnissen der Kinder. Das heißt, da unsere Kinder in jedem Jahr unterschiedlich sind,
wiederholt sich unsere Arbeit auch nicht im Jahresrhythmus.

Wir erstellen im Team Rahmenpläne oder erarbeiten ein Thema gemeinsam mit unseren Kindern in „Kinderkonferenzen“. Das hat
manchmal zur Folge, dass in jeder Gruppe ein anderes Projekt durchgeführt wird.

Aktuelle Ereignisse müssen immer wieder berücksichtigt werden. Ebenso das Alter der Kinder. Die Anforderungen an ein dreijähriges
Kind sind andere, als die an einen Schulanfänger. In der Regel beginnt der Kindergartentag vormittags für die Kinder mit dem so
genannten Freispiel danach folgt die gezielte Beschäftigung und anschließend ist wieder Freispiel.

Genaue Informationen zum Tagesablauf, zur pädagogischen Arbeit und Zielsetzung erhalten die Eltern im Regelfall Anfang Oktober beim
Gruppenelternabend.

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