Konzept

„So lange die Kinder klein sind, gib Ihnen Wurzeln.
Sind sie älter geworden, gib Ihnen Flügel."


Indisches Sprichwort


Rahmenbedingungen:
Die 1-3-jährigen Kinder werden nach ihren altersgemäßen Bedürfnissen in unserer speziell eingerichteten Kinderkrippe im
Franziskushaus betreut. Die Räumlichkeiten bieten neben dem Platz zum Spielen und sich zu Bewegen auch die Möglichkeit sich
zurückzuziehen oder Brotzeit zu machen. Für die Unterbringung von Kleidung und Schuhen steht gegenüber dem Gruppenraum eine
Garderobe zur Verfügung. In weiteren Nebenräumen befinden sich eine Küchenzeile und ein Wickeltisch im Bad. Zum Mittagessen
gehen die Kinder in die Küche im Franziskushaus.
Die Kinderzahl der Krippe ist auf maximal 12 Kinder festgelegt. Betreut werden die beiden Gruppen von fünf pädagogischen Fachkräften.
Obwohl sich die Kinderkrippe in einem eigenständigen Gebäude befindet, ist sie, wie alle anderen Gruppen, Bestandteil der
Kindertagesstätte Sankt Thekla.
Ein wichtiges Ziel unserer Arbeit ist die ständige und intensive Aufrechterhaltung des Kontaktes mit dem Kindergarten. Durch
regelmäßiges gemeinsames Spielen auf dem Spielplatz, im Spielhaus und in der Turnhalle, sowie das gemeinsame Feiern von Festen,
soll die Gemeinschaft gestärkt und ein reibungsloser Übergang der Kinder aus der Kinderkrippe in den Kindergarten ermöglicht werden.

Eingewöhnungsphase (nach dem Berliner Eingewöhnungsmodell):
Der Übergang von der Familie in die Krippe erfordert sowohl von den Kindern, als auch von den Eltern eine hohe Anpassungsleistung.
Eine sensible Gestaltung der Eingewöhnungszeit ist deshalb Grundvoraussetzung, um Kinder und Erwachsene gleichsam unterstützen.
Der erste Schritt jeder Eingewöhnungsphase ist das Elterngespräch. Hier wollen wir Informationen erhalten über:

Die bisherige Entwicklung des Kindes
Gewohnheiten z.B. bei der Pflege
Vorlieben z.B. beim Essen
Rituale z.B. beim Einschlafen

Der Eingewöhnungsprozess findet schrittweise, in enger Zusammenarbeit mit den Eltern statt. Für eine langsame Gewöhnung an die
neue Umgebung und Betreuungspersonen, wird die Eingewöhnungszeit ganz dem Tempo des Kindes angepasst.
Um genügend Zeit für jedes einzelne Kind zu haben, starten nicht alle neuen Krippenkinder gleichzeitig. Dies ist besonders wichtig, um
das Vertrauen zu den Pädagoginnen aufzubauen. In den ersten Wochen ist es deshalb unabdingbar, dass die Kinder mit ihrer
Bezugsperson gemeinsam die Krippe besuchen.

Tagesablauf:
Der Tagesablauf ist durch feste Zeiten strukturiert. Das gibt Sicherheit und Orientierung und geht auf den individuellen Rhythmus des
Kindes und seine Bedürfnisse ein.
07:15 Uhr Frühdienst
08:00 - 09:00 Uhr Eintreffen der Kinder und Eltern. Die Eltern haben die Möglichkeit mit ihren Kindern zu spielen
09:00 Uhr Morgenkreis:
Er ist ein wichtiges Ritual um den Tag gemeinsam zu beginnen. Es wird gesungen, getanzt und über die
Aktivitäten des Tages gesprochen.
ca. 09:15 Uhr Frühstück
ca. 09:45 Uhr Freispiel (spielen in den Funktionsecken, draußen spielen) Angebote, pädagogische Schwerpunkte:
Die Kinder können bei uns kleistern, malen, kneten, Finger- und Bewegungsspiele spielen, Bilderbücher
anschauen, und viele andere, ihrem Alter entsprechende Aktivitäten ausprobieren.
>> Wickeln/ Körperpflege durch die Bezugserzieherin.
ca. 11:00 Uhr Mittagessen bzw. Zwischenmahlzeit.
ca. 12:00 Uhr Abholung je nach Buchung (12:00h-13.00h) Schlafen (11:45-13:45) und Ausruhen
ca. 14:00 Uhr Spielen am Nachmittag
16:30 Uhr Abholung/ Abschied

Ernährung:

In unseren Gruppen werden drei feste Essenszeiten eingehalten, um die Kinder an einen Essensrhythmus zu gewöhnen.
Um 9.15 Uhr machen wir Brotzeit. Mittags, um 11.00 Uhr, können die Kinder wahlweise ihre eigene Brotzeit oder ein warmes Essen
zu sich nehmen. Für das Mittagessen ist eine Anmeldung erforderlich.
Dieses „Drei-Gänge-Menü“ wird von der Kulturküche Augsburg geliefert und in unserer Küche „serviert“. Hier wird auf eine
reichhaltige, abwechslungsreiche und kindgerechte Ernährung geachtet.
Für Ganztagskinder ist eine dritte Brotzeitpause am Nachmittag eingeplant. Während des ganzen Tages stehen den Kindern entweder
Tee oder Wasser und Saft zur Verfügung. Das Essen ist zusätzlich in Rituale eingebunden wie Hände waschen, Lätzchen umbinden,
an die Hände fassen und ein Tischgebet sprechen.

Hygiene:
In unserem Haus wird besonders auf hygienische Maßnahmen wie regelmäßiges waschen, wickeln, lüften der Räume und
wetterentsprechende Kleidung geachtet. Die dafür benötigten Körperpflegeprodukte wie Windeln, feuchte Tücher und Cremes, sowie
Handtücher und Ersatzkleidung, müssen von den Eltern mitgebracht werden. Da jedes Kind seine eigene Box besitzt, ist es Aufgabe
der Eltern, diese auf Vollständigkeit zu überprüfen und eventuell aufzufüllen.

Mittagsruhe:
Für Kleinkinder ist Ruhe und ausreichend Schlaf wichtig. Wir geben den Kindern die Möglichkeit, sich nach „anstrengenden“ oder
„aufregenden“ Situationen zu entspannen. Deshalb kann sich jedes Kind nach Bedarf in die Kuschelecke zurückziehen und sich
ausruhen. Um den individuellen Schafbedürfnissen nachzukommen, können alle Kinder, die ganztags angemeldet sind, in einem
Nebenraum in ihrem „eigenen Bett“ schlafen.
Kindertagesstätte Welden · Auffenbergstraße 7 · 86465 Welden